Kleine Helferlein
Wie ich schon an anderer Stelle erwähnt habe, hat sich über sie Jahre eine recht beachtliche Sammlung von Utensilien in unserem Haushalt angesammelt. Da ich die Kinder früh in die Themen Kochen und Ernährung einbinden wollte, habe ich einige Gerätschaften genau aus diesem Gesichtspunkt angeschafft. Früh übt sich!
Ich bekomme keinerlei Zuwendung für diese kleine „Werbung“, die kleinen Helferlein haben mich im Alltagsgebrauch einfach durch Funktion und Haltbarkeit überzeugt. Und: sie brauchen alle keinen Strom. :)
Winkelzüge
14.01.2024
Ein neues Kapitel zum Thema "Unbezahlte Werbung". In einem Spiegel-Artikel zum Praxisthema "Messerschärfen" ist mir dieses kleine, aber geniale Utensil aufgefallen: Der "Horl" Rollschleifer. Das Prinzip ist recht schnell erklärt: Das Messer wird an einem kleinen Block an einem Neodym-Magneten in einem Winkel von 15° (filigrane Schärfe, für hochwertige Messer) oder 20° (stabile Arbeitsschärfe) fixiert. Dann fährt man mit einem Rollschleifer an der Klinge entlang und verpasst ihr so anfangs den korrekten Winkel ("Messer anlernen") oder frischt die Schärfe nur noch auf. Das geschieht mit einer feinen Diamantscheibe an der einen Seite des Rollschleifers. Anschließend dreht man die Rolle und fährt mit einer Edelstahlscheibe (beim höherwertigen Modell Keramik) an der Klinge entlang, um eventuelle Grate aufzurichten.
Die Horls haben ihren Preis (119€ bis 349€), aber der Unterschied zum Wetzstahl frei Hand, den ich bisher genutzt habe, ich beeindruckend. Ich habe mein Einsteigermodell kaum gebraucht bei Kleinanzeigen geschossen und mir selbst zum Geburtstag geschenkt. ^^ Und der Vorgang des Schleifens hat bei diesem Gerät beinahe etwas Meditatives. 😄 Empfehlung!
Der Unermüdliche
Dieser Blitzhacker begleitet mich schon seit vielen Jahren und er tut immer noch jede Woche seinen Dienst. Betrieben wird er mit kräftigen Zügen am Seilzug und er erreicht damit eine beachtliche Leistung beim Zerkleinern. Dabei gilt das Prinzip: je mehr Züge, desto kleiner das Schnittgut. Er hat bei mir schon unzählige Zwiebeln gesehen. 😄
Für Kinder ist der Blitzhacker nur bedingt geeignet, da er eine gewisse Kraft erfordert. Wenn das Schnittgut allerdings erst einmal etwas zerkleinert ist, kann auch der Nachwuchs tüchtig ziehen. Für die kleinen Küchenchefs habe ich ein anderes Hilfsmittel beschafft, das ich als Nächstes vorstelle.
Slice ´em & Dice ´em...
...also geht es hier übersetzt ums Schnippeln und Würfeln. Auf der Suche nach einem geeigneten Gerät, um die Kinder sicher und einfach einzubinden, bin ich beim NicerDicer gelandet oder einem Verwandten davon. Eine Marke kann ich am Gerät nicht entdecken, daher kann ich das leider nicht sicher sagen. Einer der ganz wenigen Artikel jedenfalls, die man aus dem Teleshopping kennt und trotzdem was taugen. Wenn ich da an den Mini-Heizlüfter für die Steckdose denke.... :D
Die Funktion ist schnell beschrieben: auf einem Sammelbehälter wird der Rahmen mit den gewünschten Klingen sowie ein Klappdeckel montiert. Nun kann die Zutat in entsprechender Vorbereitung (z.B. Kartoffel in groben Scheiben) aufgelegt und mit dem Deckel durch die Klingen befördert werden. Das macht auch den Nachwuchs-Köchen Spaß, geht zack-zack und ist auch kindersicher. Ich mache gerne Paprika-Würfel auf Vorrat für den Tiefkühlschrank in größeren Mengen damit.
Reibung erzeugen
Der Titel mag ein wenig irreführend sein, aber es geht hier tatsächlich um das klassische Reiben von Zutaten. Der kleine Helfer hier bietet drei unterschiedliche Trommeln, grobes und feines Reiben sowie eine für das blitzschnelle Schneiden von Scheiben. Ich hatte vorher einen Hobel mit Schlitten verwendet und kann mir zum Umstieg auf das Teil nur gratulieren. Die Kartoffeln fürs Gratin sind jedenfalls in Rekordzeit fertig, wenn sie auch nicht so akkurat aussehen wie mit dem Hobel....interessiert beim Essen aber (Verzeihung) kei-ne-Sau. Da wir ein Haushalt mit einem sicherlich überdurchschnittlichem Verbrauch von italienischem Hartkäse sind, ist auch dieser mit der feinen Reibe sowie wenig Aufwand und Zeit bereit für den Einsatz in der nächsten Carbonara. :)
Das Gerät ist ebenfalls top geeignet, sich vom Nachwuchs etwas Unterstützung zu holen. Das Schnittgut wird oben befüllt und mit einem Stempel runtergedrückt, so bleiben die Fingerchen schön außen vor.
Pommes in Handarbeit
Der Pommes-Schneider war auch eine Anschaffung aus eigener Neugier, den Gedanken ans Selbstgemachte und mit der Möglichkeit, dass die Kinder die Herstellung des Essens selber mitgestalten können. Wenn man mal die Kilopreise von Kartoffeln mit denen von brauchbaren Pommes vergleicht, macht er sich jedenfalls schnell bezahlt. Es stehen hier drei Schnittgrößen zur Verfügung, allerdings wird es sehr schwer, ganze und große Kartoffeln durch die feine Klinge zu bekommen. Dann heißt es Halbieren oder aber eine größere Schnittgröße zu wählen. Ich nehme einfach kleinere Kartoffeln. Es gibt diese Geräte auch in ganz anderen Dimensionen aus Vollstahl, aber ich wollte er mal klein anfangen und für unsere Zwecke reicht diese Ausführung.
Bevorzugt sollten vorwiegend festkochende Kartoffeln zum Einsatz kommen, die mit ihrem höheren Stärkegehalt im Vergleich zu festkochenden Sorten mit einer tollen Röstung beim Frittieren punkten können. Ich frittiere immer zwei Mal, unterbrochen von einer kurzen Abkühlphase, damit der ultimative "Knusper" erreicht wird. ^^
Ah, Ravioli aus der Dose...
...kann ich heute leider nicht mehr essen. Ich hab es wirklich probiert, im Vorratsschrank stand wahrscheinlich seit unserem Einzug ins Eigenheim noch eine Dose vom bekannten Hersteller einer gewissen Würze. Irgendwann ging mir das Ding auf die Nerven, es stand im Weg rum, also beschloss ich, dem ein Ende zu setzen. Was wie eine romantische Erinnerung an das Essen der Kindheit begann, zerplatzte bei der Verkostung umgehend wie eine Seifenblase. Ich konnte mich weder an die teigig-weiche Textur noch an den lieblosen Geschmack erinnern. Danke, nein danke.
Ich habe unabhängig von diesem Erlebnis die Idee gehabt, dass die Herstellung von eigenen Ravioli ja auch eine ganz interessante Geschichte sein könnte. Da wir ein Haushalt mit Nudelmaschine sind, stand dem Projekt wenig im Wege. So hielten diese beiden kleinen Helfer Einzug in unser Heim und wir machten uns ans Werk. Ich hatte eine dick eingekochte Bolognese gekocht, die sich als Füllung gut machen würde. Wie auf dem Titelbild zu sehen, waren die Kinder jedenfalls mit Begeisterung dabei. Ausstehen mit der Unterseite, vorsichtig auflegen, die Füllung platzieren und dann mit Gefühl zusammenklappen und verpressen. Wichtig: Ordentlich mit Mehl bestäuben, dann kann man die fertige Geschichte einfacher nach dem Öffnen lösen.
Gut in Form
Eigentlich habe ich diese Edelstahl-Ausstechformen gekauft, um zum Beispiel Gemüse für eine japanische Miso-Suppe attraktiver zu präsentieren anstatt im Standardschnitt. Schöne frisch orangene Sterne machen in so einem Gericht schon was her. Oder Blumen....Bärchen....was man denn für eine Zielgruppe auch hat. ^^ Man kann mit den kleinen Dingern je nach Dicke drei Scheiben ausstechen und dann mit einem kleinen Plastikstift ausschieben. Den ausgestochenen Rand kann man natürlich als "Negativ" ebenso verwenden. Durch den aufgesteckten Plastiggriff sind die Formen auch bediensicher für Kinder, so dass man sie auch hier einbeziehen kann.