Joghurt-Gyros
Es macht mir immer wieder Freude, dieses Fleischgericht vorzubereiten und Gästen zu servieren. Es ist nicht nur gelingsicher, sondern liefert auch ein tolles Ergebnis, ob als Steak, Pfannengyros oder Drehspieß auf dem Grill.
Rezept
Zeitaufwand
20 - 150 min (+ 24 h)
Einen Tag sollte man der Marinade geben, um das Fleisch mürbe zu machen. die Zubereitungszeit selbst hängt von der Methode ab, in der Pfanne oder dem Grill als Steak geht es natürlich schnell (plus Vorglühen des Grills natürlich), der Drehspieß ist aufwendiger, aber liefert auch gleich eine ordentliche Menge für größere Runden. Ich bleibe für dieses Rezept erst mal bei Pfanne oder Grill.
Portionen
3
Gemessen daran, dass bei 500 g Gyros mit Beilagen bei uns ein gewisser Rest übrig bleibt, würde ich drei Portionen rechnen. Das kann man sicher selbst für sich gut einschätzen, wie viel mehr oder weniger das bei euch sein würde.
Zutaten
- 500 kg Schweinenacken am Stück (ohne Knochen)
- 150 g griechischer Joghurt natur (10% Fett, meist ein Becher)
- 1 TL Salz (optional: geräuchert)
- 1 TL Pfeffer (bunt, gemahlen)
- 1 TL Knoblauch (granuliert oder Flocken aus der Mühle)
- 1 TL Oregano (getrocknet)
- 1 TL Rosmarin (getrocknet)
- 1 TL Thymian (getrocknet)
- 1 TL Paprika edelsüß (optional: geräuchert)
- 0,33 TL Kreuzkümmel
- 0,33 TL Chiliflocken
- 0,33 TL Majoran
- 50 mL griechisches Olivenöl (extra nativ)
Besonders als Pfannengericht würde ich entweder Salz oder Paprika als geräucherte Variante nehmen, beim Grill kommt so etwas Raucharoma ans Fleisch, schadet aber auch nicht bei der Variante. ^^
Zubereitung
1. Am Vortag: das Fleisch in die gewünschte Größe schneiden, entweder große oder kleine Steaks oder in Streifen nach Vorliebe.
2. Alle Gewürze und das Öl gründlich mit dem Joghurt verrühren. Bei Steaks einen Klacks in eine Frischhaltedose (mit Deckel) geben, verteilen und eine Schicht Steaks auflegen. Wieder Marinade drauf verteilen, dann nächste Schicht Steaks, wiederholen bis die Steaks verteilt sind und dann obendrauf eine letzte Schicht Marinade verstreichen. Bei kleingeschnittenem Fleisch mit der Marinade einfach ordentlich vermischen. Deckel drauf, ab in den Kühlschrank!
3. Am nächsten Tag das Fleisch gerne 1-2 Stunden vor Zubereitung herausholen, damit es nicht ganz so kalt ist beim Garen.
4. Die Pfanne heize ich trocken auf Stufe 8 von 9 etwas vor (nicht zu lange!) und gebe dann die Steaks hinzu. Dann senke ich die Stufe auf 7, damit die Steaks nicht zu schnell bräunen, aber auch nicht zu lange dafür brauchen. Außen schön gebräunt, aber nicht totgebraten, das ist das Ziel. Auf dem Grill arbeite ich mit direkter Hitze auf mittlerer Distanz (meine Kohlepfanne ist höhenverstellbar), um hier einen ähnlichen Effekt zu erreichen.
5. Die Steaks oder das Gyros kommen natürlich klassisch mit einem frisch angerührten Tzatziki, selbstgebackenem Brot (z.B. Ciabatte), würzigen Kartoffelecken aus dem Ofen, Zwiebelringen oder einem frischen Gurken-/Krautsalat. Die Rezepte dafür werde ich noch hier verewigen.
FERTIG! :)
Anmerkungen, Erfahrungen, Alternativen
Ich habe einfach mal eine Art "griechische Köttbullar" ausprobiert, die waren auch lecker. :) Dafür die identische Würzung, aber ohne Olivenöl und Joghurt, mit 500 g gemischtem Hack gut verkneten. Ich habe 75% Schwein und 25% Rind verwendet, die Bällchen hielten ohne Ei und/oder Paniermehl. Rind allein wäre wohl zu trocken, um bei Braten zusammenzuhalten.
Schweinenacken ist grundsätzlich schon nicht das teuerste Fleisch, gönnt euch einfach mal Bio-Qualität, das ist preislich noch im Rahmen und liefert ein tolles Endergebnis!