Gestatten? Meister!

Schön, dass es dich interessiert, wer ich bin, was für mich beim Thema Ernährung besonders im Vordergrund steht und was mich dazu gebracht hat, diese Seite zu erstellen. Das muss ja alles einen Grund haben, nicht wahr? ^^

Die nüchterne Kurzversion

Mein Name ist Dennis Meister, Jahrgang 1981 und zwar nicht gebürtig aus dem beschaulichen Aschendorf an der Ems, aber schon das Leben lang Aschendorfer. Ich bin Vater zweier Kinder, Teilzeit-Hausmann und Teilzeit-Mitarbeiter eines Pharmaunternehmens im Bereich der Produktion, zu 98% im Homeoffice. Meine Interessen abseits des Kochens liegen in der Welt der Fantasy-Rollenspiele (Pathfinder, CRPG) und seit recht kurzer Zeit in der Aquaristik. Ich bin seit 2018 hauptamtlich für die Familien-Küche zuständig. Wie es dazu kam? Dann lest weiter. :)

Von Bienchen und Blümchen

Das Jahr 2018 also. In diesem Jahr kam unsere Tochter zur Welt und das änderte so einiges. Bereits im Vorfeld hatten meine Frau und ich uns Gedanken gemacht, wie wir Beruf und Familie in Zukunft verbinden wollen. Für uns war klar, dass wir beide gerne weiterarbeiten wollen, das Familienleben auch nicht zu kurz kommen sollte. Wer genau jetzt was vorgeschlagen hatte, weiß ich nicht mehr genau, aber es stand bei mir ein Begriff im Mittelpunkt: Elternzeit. Und zwar nicht nur zwei Monate (der immer noch häufig "Väter-Standard", aus meiner Sicht bedauerlicherweise), sondern zwei Jahre.

Elternzeit die Erste

So nahm es seinen Lauf. Der Antrag auf meine Elternzeit erreichte meinen Arbeitgeber pünktlich. Rechtlich konnte mir nichts passieren, die Elternzeit konnte mir ja nicht verwehrt werden. Was mich umtrieb war eher, wie mein Chef darauf reagieren würde. Ich hatte just ein Jahr zuvor eine recht wichtige Position innerhalb der standortübergreifenden Produktion übernommen und jetzt wollte ich mich für zwei Jahre verabschieden? Ein ganz kleines bisschen hatte ich ein schlechtes Gewissen, und tatsächlich hatten wir kurze Zeit später ein persönliches Gespräch, das anders verlief als erwartet.

Moderne Ansichten

In diesem persönlichen Gespräch mit meinem Chef wurde ich zweierlei mächtig überrascht. Zum einen unterstützte er nicht nur meine Initiative, sondern bot mir sogar an, nach einer Auszeit von zwei Monaten in Teilzeit von zu Hause zu arbeiten. Das war die erste Überraschung. Die zweite waren die folgenden Worte seinerseits zur Begründung dieses Angebots.

"Dennis, wir machen das aus zwei Gründen. Erstens: weil wir dich nicht verlieren wollen. Und zweitens: Wenn wir Gleichberechtigung (zwischen Mann und Frau) wollen, dann müssen wir auch mal anfangen!"

Moderne Denkweise, alles was recht ist. Ich nahm dankend und erleichtert an und stimmte einer Teilzeit im Homeoffice in Abstimmung mit meiner Frau zu.

Die Küche ruft

Man mag sich fragen: warum unbedingt Homeoffice? Teilzeit geht doch auch vor Ort. Ja, wenn mein Arbeitsort nicht 270 km von meinem Wohnort und Lebensmittelpunkt läge, wäre das eine Möglichkeit gewesen, die hier entsprechend nicht in Frage kam.
So trat ich dann 2018 meine Elternzeit und kurze Zeit später meine Teilzeittätigkeit an. Meine Frau nahm auch ihre Tätigkeit mit reduzierten Stunden wieder auf, so dass wir uns in der Kinderbetreuung halbtags abwechseln konnten. Was von Anfang an alles vereinte: ich war fürs Kochen zuständig und mittags waren wir alle zu Hause. Und das sollte lange Zeit auch so bleiben.

Routine und Experimente

Eins habe ich in der Elternzeit hinsichtlich des täglichen Mittagessens optimiert: wie kriege ich das bestmögliche Essen in den 45 Minuten hin, die mir zwischen Arbeitsende und Mittagessen bleiben? Durch Vorbereitung am Vortag, durch tolle Rezepte aus zahlreichen Quellen und durch manche Gerätschaft konnte ich dieses Ziel etablieren. Auch solch Kleinigkeiten wie vorgeschnittenes Gemüse im Tiefkühlschrank hatten einen spürbaren und positiven Einfluss.

Abseits der Routine erkundete ich so manch anderes Feld der Kulinarik und merkte, dass das ganz schön Spaß macht. Ich beschaffte mir einen kleinen Räucherofen und pökelte fast alles weg, was es zu pökeln gab. Ich flexte Schlitze in meinen alten Grill und verbaute einen elektrischen Drehspieß für Hähnchen und Gyros. Eine Wurstmaschine, Gusseisenpfanne, Dutch Oven, Entsafter, Römertopf, Blitzhacker, digitale Garthermometer, eine Multifunktions-Küchenmaschine, die Sammlung ist groß geworden über die Jahre und führte zu interessanten und manchmal sagenhaften Ergebnissen. :)

Elternzeit die Zweite

Mit der Geburt unseres Sohnes wiederholte sich die Geschichte. Ich beantragte weitere zwei Jahre Elternzeit und konnte zu meiner Freude unter den gleichen Bedingungen weiterhin Arbeit und Familie verbinden. Im Anschluss durfte ich mein Lebensmodell unter Zustimmung meines Arbeitgebers sogar nach der Elternzeit weiterpflegen. Das alles geht jetzt bald sechs Jahre, die Kinder sind beide in der KiTa und ich bin immer noch am Herd. ^^

Das Kochen ist längst zu einem gepflegten Hobby geworden, das ich immer wieder ausarbeite. Ich hatte in 99% der Fälle Spaß daran, für das Essen zuständig zu sein. Wenn das mal nicht der Fall war, konnte ich eine Regel feststellen: wenn ich keinen Spaß und/oder keine Lust habe, dann wird das Essen auch nichts. ^^

Dass das selten der Fall war und ich immer noch mit Begeisterung am Herd (oder am Grill, oder der Wurstmaschine, oder....naja, ihr wisst schon) stehe, davon zeugt nicht zuletzt diese Homepage.

Update 31.10.2024:

Alles auf Kurs

Zwischen meinem letzten und dem heutigen Eintrag hat sich so einiges getan. Beruflich hat sich tatsächlich ergeben, dass ich mein bisheriges Arbeitsmodell so weiterführen darf und meiner Leidenschaft für die tägliche Küche ungehindert weiter frönen
kann. :) Ich bin jetzt im siebten Jahr dieser Konstellation, wer hätte das vor all diesen Jahren gedacht. Richtig, ich bestimmt nicht.

Familiär hebt sich eine große Änderung von allen anderen ab: wir haben jetzt ein Schulkind! Neue Aufgaben, neue Herausforderungen warten auf uns, aber auch ganz neue spannende Entwicklungen. Bis läuft alles soweit bestens und Sohnemann darf sich noch bis zu seinem Schuleintritt knapp zwei Jahre an dem Dasein als KiTa-Kind erfreuen.

Seitens der Kochkurse kann ich nur sagen: es läuft sehr erfreulich, nach dem Sprung ins kalte Wasser im Februar sammelt man so seine Erfahrungen, baut sich seinen Grundstock an Material auf und mittlerweile überwiegt mehr die Vorfreude auf die Veranstaltung als die anfängliche Anspannung. Ich durfte bisher acht Events von vier Stunden ausrichten und insgesamt muss ich sagen, dass ich mich über Resonanz der TeilnehmerInnen und die Ergebnisse sehr gefreut habe. So darf es weitergehen, das Programm 2025 ist in Planung! :)


Persönliche Favoriten

Wenn man mich fragt, was ich gerne koche oder zubereite, muss ich erst einmal überlegen. Ich bin kein strenger Vertreter einer bestimmten Landesküche oder Zubereitungsmethode. Wenn ich ein Land nennen muss, steht Italien auf jeden Fall ganz weit vorne. Die traditionelle Carbonara, die mit vier Zutaten auskommt (und nichts mit Sahne und Kochschinken zu tun hat ^^), ist bei uns als Beispiel einer der Favoriten der schnellen Küche und wirklich ein Traum. Oder aber Beouf Burguignon aus Frankreich, was für ein "Seelenwärmer". Oder Hühnerfrikassee nach Tim Mälzer, luxuriös mit Spargel und Champignons und getragen von Lorbeer, Pfeffer und gerösteter Zwiebel. Hach!

Ich grille auch gerne und gepflegt, bin aber kein Besitzer eines "Statussymbols" wie eines zentnerschweren Smokers oder eines Weber-Grills. ;) Auch mit limitiertem (und teils selbstgebautem) Equipment kann man tolle Ergebnisse erzielen,  soviel steht fest. Eindrücke davon findet ihr in der Galerie.

Meister am Herd - Kontakt

Wer möchte, kann mich ganz "old school" per Mail kontaktieren. :) Die Telefonnummer ist natürlich kein Pflichtfeld, es genügt die E-Mail-Adresse. Alternativ habe ich auch einen WhatsApp-Link rechts unten im Browserfenster installiert, über den man mich erreichen kann.