Pasta alla Carbonara
Frische Sahne, Kochschinken, Spiralnudeln.....Moment, NEIN! ^^
Italienischer Hartkäse, Guanciale oder Pancetta und Pasta aus Hartweizengrieß nach Wahl, das darf sich dann alla Carbonara nennen.
Rezept
Zeitaufwand
20 min
Die Pasta alla Carbonara ist ein hochwertiges und traditionelles Gericht, das ich aber auch gerne mache, wenn ich mal so gar keine Zeit mehr bis zur Ankunft der Liebsten habe. Die Zutaten hab ich fast immer im Haus. Ein Leben ohne Hartkäse ist möglich, aber sinnlos. ^^
Portionen
4
Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, eine komplette Packung Pasta zu verarbeiten, das geht immer weg wie nichts und eventuelle Reste sehen fast immer nicht mal den nächsten Tag.
Zutaten
- 500 g Pasta (100% Hartweizengrieß) nach Wahl,
bevorzugt: Spaghetti, Linguine, Tagliatelle - 5 Eier (es gibt Rezepte nur mit Eigelb, ich nehme immer Vollei)
- 150 g italienischen Hartkäse (je nach Vorliebe, Grana Padano als milde Variante bis zum richtig herben Parmigiano Reggiano; das Original verwendet Pecorino, ursprünglich reiner Schafskäse)
- 80 g Guanciale (Nacken) oder Pancetta (Bauch), alternativ ein möglichst ungeräucherter oder nur schwach geräucherter Speck vom Fleischer
- Butter
- Grob gemahlener schwarzer (oder bunter) Pfeffer
Ich gebe so viele Alternativen an, da die Beschaffung meist ein Problem darstellt. Originalen Guanciale habe ich so einfach noch nicht bekommen. Wir verwenden Parmigiano Reggiano auf Grund des einmaligen Aromas, wir mögen halt die volle Wucht. ^^
Zubereitung
Hinweis: Die Pasta wird nicht einfach abgegossen, bitte Rezept erst vollständig lesen. Danke!
1. Den Käse nach Wahl fein reiben (am besten mit einer Trommelreibe und der feinen Trommel, siehe Kleine Helferlein in meinen Rezepten).
2. Eine Porzellanschüssel gut heiß ausspülen und die Eier hineinschlagen, damit sie etwas Temperatur annehmen können.
3. Einen EL Butter in einer Pfanne erhitzen und den Speck nach Wahl goldbraun anbraten, anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
4. Pasta nach Packungsangabe in gesalzenem Wasser al dente kochen.
5. Währenddessen den geriebenen Käse sorgfältig mit dem Ei verquirlen (Schneebesen ist völlig ausreichend), mit grobem Pfeffer ordentlich würzen und die Schüssel neben das Spülbecken zum Abgießen stellen.
6. Wenn die Paste fertig ist, den Topf auf einen Untersetzer auch neben das Spülbecken rübernehmen, die Pasta ins Nudelsieb abgießen, den Topf zügig abstellen und die Nudeln sofort und ohne Abtropfen zurück in den Topf. Nicht mehr auf den heißen Herd stellen!
7. Die Käse-Ei-Mischung zu den tropfnassen Nudeln und mit einer Küchenzange oder zwei großen Löffeln immer wieder durchmischen, bis alles einen cremigen Überzug hat. Anschließend den Speck aufstreuen oder auch untermischen und sofort servieren.
FERTIG! :)
Anmerkungen, Erfahrungen, Alternativen
Warum ich auf das zügige Vorgehen und die tropfnassen Nudeln so deutlich hinweise? Die Eier und der Käse bilden mit dem Restwasser (was auch noch etwas Salz mitbringt) eine wunderbare "Crema". Das gelingt bei gut abgetropften Nudeln nicht. Und keine Hitze mehr drangeben, sonst hat man Nudeln mit Rührei. :D
Das allerbeste Aroma bei fertig abgepacktem Käse liefert aus meiner Sicht diese Verpackungsform. Im Vergleich zu identischem Käse in einer Plastikschale mit "Freiraum" behält die eingeschweißte Methode das volle Aroma. Das Aroma kann halt nirgendwohin entkommen. :)